15. Bavarian Open Oktoberfest Regatta

Jetzt ist schon wieder eine Woche vergangen, seit ich bei der Oktoberfest Regatta am Wörthsee war. Endlich bin ich mal wieder gesegelt, nachdem mein Boot ein halbes Jahr auf dem trockenen lag. Am Samstag hatten wir guten Wind und haben gleich vier Läufe geschafft. Leider waren wir nur 15 Radials und 25 Standarts. Früher waren die Felder viel größer, an die 100 Schiffe starteten in den besten Zeiten. Die Wettfahrtleitung ist sehr gut und auch die Landorganisation ist toll. Ich hoffe, dass sich in den nächsten Jahren wieder mehr Segler motivieren können, zu den schönen Regatten zu fahren. Am Abend wurde gegrillt und uns wurde zu kalt um noch nach München zum Oktoberfest zu fahren. Aber auch in dem Verein auf der Terrasse haben wir einen schönen Abend verlebt.

Leider war am nächsten Morgen Nebel und kein Wind mehr. Um 13.45 Uhr wurde abgebrochen. Es gab tolle Preise von Marinepool und in jeder Bootsklasse wurde ein Segel verlost. Ihr seht also, dass sich die weite Reise sehr lohnen kann.

Jetzt liegt mein Boot schon im Winterlager. Trotzdm wünsche ich allen, die noch segeln viel Spass und nicht zu kalte Füße.

Eure Petra

Unterseepokal auf der Reichenau

Ja, ich bin viel unterwegs gewesen in der letzten Zeit. Ich entwickele eine große Freude an Wochenend- Regatten. Am letzten Wochenende war ich am Bodensee auf der Reichenau. 2006 hatten wir dort Deutsche Meisterschaft und es war so schön, dass ich die weite Fahrt sogar für ein Wochenende in Kauf nahm. Die Veranstaltung war wieder toll, mit Essen am Samstag und einen Gemüsekorb für jeden Teilnehmer. Leider hatten wir wirklich Pech mit dem Wind und so machten wir zwar jeden Tag einen Versuch zu segeln, scheiterten aber an beiden Tagen. Es war trotzdem ein schönes Wochenende, an dem ich viele Freunde wieder getroffen habe. 

Es lohnt sich immer an die Reichenau zu fahren.

Willi- Möllmer Preis

Ich liebe den Willi- Möllmer Preis. Ich bin ihn schon immer gerne mitgefahren. Leider hatten wir kein großes Glück mit dem Wind. Am Samstag sind wir nicht auf dem Wasser gewesen, sondern haben statt dessen lecker gegrillt. Am Sonntag haben wir eine Wettfahrt mit schwierigen Bedingungen geschafft. Ich bin nach einer schlechten Startkreuz noch vierte geworden. Wie immer gab es tolle Sachpreise zu gewinnen. Ich versuche auf jeden Fall auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein!

Insel-Lieps-Pokal

Endlich bin ich mal wieder eine Regatta gesegelt. Ich hatte auf dem Wannsee schon zwei Mal auf dem Boot gesessen- immer wenn besonders schönes Wetter war. Dann bin ich am Freitag nach der Arbeit nach Hohen Viecheln gefahren. Das Wetter war das ganze Wochenende super. Es hat mir unheimlich Spass gemacht meine ganzen Freunde wieder zu treffen. Am Samstag war ziemlich viel Wind und ich hatte gar nicht daran gedacht, dass ich keine Hornhaut mehr an den Händen habe. Schon nach 2 Stunden hatte ich mehrere offene Blasen, die Olaf mir am Motorboot abtapte. Das Segeln war toll. Nach 4 Wettfahrten war ich zweite hinter Franzi. 

Am Sonntag konnte ich nach weiteren zwei Wettfahrten sogar Franzi schlagen und gewann punktgleich mit ihr. Darüber habe ich mich sehr gefreut. 

Deshalb will ich gleich am Wochenende wieder eine Regatta fahren. Auf dem Wannsee findet der Willi- Möllmer Preis statt. Den bin ich schon immer sehr gerne mitgefahren, damals noch in der Europe.

Allen ein schönes Wochenende

Eure Petra

Ersten Monat geschafft

So, jetzt arbeite ich schon einen Monat in der neuen Apotheke in Moabit. Das macht mir viel Spass. Es ist natürlich etwas anderes als ständig unterwegs zu sein und zu trainieren. Aber ich mag auch dieses Leben. Manchmal fehlt mir allerdings das Segeln sehr. Im Moment kann ich aber nicht einfach segeln gehen, weil der Wannsee noch zu gefroren ist. An den Wochenenden sind viele Eissegler unterwegs und wenn das Wetter gut ist, möchte ich das auch gerne einmal ausprobieren. Aber wenn es wieder wärmer wird, bin ich mit meinem Laser auf jeden Fall auch wieder auf dem Wasser zu finden. Aber jetzt konzentriere ich mich erst mal weiter auf die Arbeit als Apothekerin.

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2009


Das große TV total Turmspringen

Ende September bekam ich eine mail. TV total fragte, ob ich bereit wäre bei ihrer Sendung im Turmspringen teil zu nehmen. Ich konnte mich nicht sofort entscheiden, denn ich war als Kind das letzte Mal vom Dreimeterbrett gesprungen. Ich erinnerte mich, dass es mich damals Überwindung gekostet hatte, von so hoch zu springen. Deshalb vereinbarte ich ein Probetraining. Trainieren konnte ich in Berlin Nähe Landsberger Allee am Velodrom. Nach dem Training sagte ich sofort zu. Ich war kopfwärts von 4 m gesprungen und es hatte mir nichts ausgemacht, sondern mir im Gegenteil sogar Spass bereitet. Außerdem war es eine tolle Möglichkeit für mich weiter Sport zu machen und dieser war noch koordinativ sehr anspruchsvoll.

Die nächste Einheit war schon anstrengender, denn wir begannen gleich Saltos zu üben, da uns nur 3 Wochen Zeit zur Vorbereitung blieb. Mein Trainer war Gerd Völker. Die Saltos übte ich in einer Schaumstoffgrube. Es war sehr anstrengend aus dem weichen Schaumstoff heraus zu klettern und bald war mir heiß und schlecht von den Drehungen. Deshalb beschlossen wir im Wasser weiter zu machen. 

Erst probten wir die Soltos vom Einmeterbrett. Dazu machte ich Tauchübungen aus drei und fünf Metern. Es kostete mich einige Überwindung schließlich den eineinhalbfachen Salto vom Dreier zu machen. Nicht immer tauchte ich gut ein und meine Oberschenkel waren eine blaue Fläche von den vielen blauen Flecken. 

Als zweiten Sprung legten wir den gestreckten Rückwärtssalto fest, ebenfalls vom Dreimeterbrett. Stolz bin ich darauf, dass ich mich alle Sprünge getraut habe und auch fußwärts vom 7,5 m Turm gesprungen bin.

Zwei Tage vor dem Wettkampf hörte ich von einer anderen Springerin, dass ich im Synchronspringen an den Start gehen sollte. Meine Partnerin Sara Goller lernte ich erst am Samstag kennen. Wir trainierten Samstag immer, wenn gerade Pause von den Vorbereitungen für die abendliche Sendung war, denn unsere Sprünge unterschieden sich noch stark in der Ausführung.

Die Veranstaltung fand in München statt. 

Badeanzüge, Handtuch und Bademantel bekamen wir von Arena. Die Sendung abends war aufregend und hat uns viel Spass gemacht. Ich war unglaublich froh, dass ich bei meinem Salto nicht auf dem Bauch gelandet bin, nur synchron waren wir leider nicht. Mit Sara verstand ich mich gut. Sie ist Beachvolleyballerin und war ebenfalls bei Olympia in Peking dabei. 

Das Turmspringen war eine tolle Erfahrung und ich würde gerne meine Leistung nächstes Jahr verbessern.

Welcome Party im Europapark Rust

Am vergangenen Wochenende fand im Europapark Rust die Welcome Party für die deutsche Olympiamannschaft statt. Ich bin Freitag Abend angereist. Wir hatten am Samstag von 13 Uhr bis 17 Uhr Programm und mußten eine Autogrammstunde geben und für Fotos bereit stehen. 

Abends begann die Galaveranstaltung um 19.30 Uhr. Uns wurde ein tolles Programm und ein leckeres Essen geboten. Den Rest der Zeit einschließlich des Sonntags hatten wir Zeit uns im Park zu vergnügen. Ich bin mit der Silver Star Achterbahn gefahren, aber eigentlich kann ich das nicht wirklich genießen, weil mir dabei schnell schlecht wird. 

Trotzdem war es ein unvergessliches Wochenende. 

Ansonsten trainiere ich nur noch, wenn es mir Spass macht, was ziemlich oft ist, denn ich muss meinen Körper jetzt nicht mehr schonen. Ich habe auch wieder angefangen als Apothekerin zu arbeiten, was mir ebenfalls sehr viel Spass macht.

Ich werde versuchen Euch trotzdem weiter auf dem Laufenden zu halten, wenn es interessante Neuigkeiten gibt.

 

Eure Petra

Olympische Spiele 2008 Beijing

Am 1.08.2008 ging es für die Deutsche Mannschaft los nach Peking und die Segler flogen gleich weiter nach Qingdao. Dort gab es für alle Segler ein Olympisches Dorf, was allerdings „nur“ ein Hotel war. Wir Deutschen bewohnten Stock 10 im Tower A. Essen konnten wir im großen Essenssaal. Dort gab es ein Buffet, was allerdings trotz Abwechslung schnell langweilig wurde.

Am 3. bekam ich meinen Laser zugeteilt und hatte auch gleich Vermessung. Das ist lustig im Laser, da ich nur die Teile, die ich gerade bekommen hatte noch einmal zeigen und dann das Boot einmal aufbauen musste. Die deutsche Flagge und die Nationalitätsbuchstaben waren bereits im Segel.

Die nächsten Tage ging ich dann mit den anderen Teilnehmern segeln. Jeder möchte sich an das neue Boot und Segel gewöhnen und auch die Wellen noch mal spüren. Die Algenproblematik war weitgehend gelöst. Allerdings war durch den kilometerlangen Seezaun auch das Wellenbild verändert.

Auf jeden Fall war ich wirklich schnell und habe so ein sehr positives Gefühl für den Wettkampf bekommen.

Am 08.08.2008 bin ich mit dem Tornado Team und meinem Trainer nach Peking geflogen, weil unsere Wettkämpfe so spät anfingen, dass wir an der Eröffnungsfeier teilnehmen durften. Das war wieder ein großartiges Erlebnis und entschädigt jedes Mal für die vielen anstrengenden Trainingsstunden. Für mich war eine weitere Motivation für die Teilnahme meine gute Stimmung zu vertiefen, um für den Wettkampf in den „Flow“ zu kommen. Dann gelingt alles spielend leicht. Die Veranstaltung war unglaublich, aber besonders bewegend empfand ich das Hissen der Olympischen Flagge und die Entzündung des Feuers.

Wir konnten im Olympischen Dorf übernachten und kamen am nächsten Tag wieder zurück.

Am Abend fand dann die Eröffnungsfeier für die Segler in Qingdao statt. Ich durfte auf Grund meiner dritten Olympia- Teilnahme die deutsche Flagge tragen. Auch für die Segler haben sich die Veranstalter große Mühe gegeben und es war eine beeindruckende Vorführung.

 

Am 12.08. fanden meine ersten zwei Wettfahrten statt. Die Bahn für diesen Tag lag direkt vor dem Hafen. Leider lief es überhaupt nicht. Ich versteifte mich zu sehr auf eine Seite, und jedes Mal war es die falsche Wahl. So landete ich zwei Mal auf Platz 20 von 28. Natürlich war ich enttäuscht vom ersten Tag, aber ich wusste auch, dass es auf diesem Revier jeder schwer haben würde konstant vorne zu fahren und so noch alle Chancen offen waren. Der nächste Tag lief besser für mich, bis ich das Boot in einer Halse zu stark zog und kenterte. Wir schafften nur eine Wettfahrt, weil so wenig Wind war, in der ich als 19te ins Ziel kam.

Das war nicht, was ich mir erwartet und erhofft hatte, aber trotzdem wollte ich weiter kämpfen.

Der nächste Tag war mein 30. Geburtstag. Leider hatte ich am Abend vorher schlechtes Wasser getrunken, so dass ich mit Bauchschmerzen und lautem Magengrummeln im Container lag. Zu meinem Glück wurde wegen zu wenig Wind nicht gesegelt. Allerdings war damit auch unser freier Tag gestrichen.

Dafür war etwas mehr Wind am darauf folgenden Tag. Ich kam mit vorne an, aber leider bekam ich Vorwind eine gelbe Flagge, da die Jury meinte, dass meine Körperbewegung nicht mit den Wellenbewegungen überein stimmte. Normalerweise habe ich damit keine Probleme, aber irgendwann trifft es jeden. Schade, dass es mich ausgerechnet hier treffen musste. Trotzdem konnte ich noch als 8te ins Ziel fahren. Leider machten wir wieder nur eine Wettfahrt. Das setzte mich langsam unter Druck, denn um noch Aufzuholen, brauchte ich viele Wettfahrten.

Auch die nächste Wettfahrt lief gut bis zur ersten Tonne, wo ich wegen Frühstarts aus dem Rennen geholt wurde. Nachdem ich noch lange gewartet hatte, wurde für den Tag abgebrochen. Wieder nur eine Wettfahrt. Da ich beim Segeln und Warten wieder dolle Bauchkrämpfe hatte, ging ich danach im Olympischen Dorf zum Arzt. Ich bekam Antibiotika.

 

Viel Wind erwartete uns am nächsten Tag. Leider hatte ich mir am Vortag das Knie verdreht und konnte nicht gut laufen. Hängen ging, aber die Manöver waren problematisch. Trotzdem lief es nicht schlecht, aber wieder machten wir nur eine Wettfahrt. Danach ging ich wieder zum Arzt, weil noch keine Besserung an meinem Magen eingetreten war. Ich bekam andere Antibiotika.

 

Am letzten Tag fuhren wir drei Rennen. Ich fing mit einem 4ten Platz an. Jetzt war wieder alles offen, dass ich noch unter die ersten 10 fahren konnte. Die nächste Wettfahrt lief nicht ganz so gut, aber ich hatte immer noch alle Chancen. Leider verlor ich in der letzten Wettfahrt kontinuierlich und landete insgesamt nur auf Platz 15. Ich denke, dass nach meiner Krankheit einfach die Kraft und Konzentration am Ende fehlte.

Ich habe den Eindruck, dass es einfach nicht sein sollte, dass ich eine bessere Platzierung schaffte. Es stimmten in dieser Woche sehr viele Sachen nicht für mich. Eine andere Wettfahrt wurde abgebrochen, als ich vorne war. Einfach Pech.

 

Nach den Regatten verluden wir die Boote in die Container und flogen am 22.08. nach Peking, um noch etwas vom Olympischen Flair mitzubekommen. Es war noch mal etwas Besonderes im Olympischen Dorf zu wohnen und in der großen Mensa zu essen. Alle Segler nahmen an der Abschlussveranstaltung teil und am nächsten Morgen ging der Flug nach Haus. In Peking konnte ich mir noch das Hockey Männer Finale anschauen und ein wenig Leichtathletik.

 

Die Olympischen Spiele waren wieder ein tolles Erlebnis und ich bedanke mich bei allen, die mich dabei unterstützt haben. Ohne Euch hätte ich das nie geschafft. Mal sehen, wie es jetzt bei mir weiter geht.

 

Eure Petra

 

Bin wieder da

Ich bin wieder da und in Kürze erscheint hier ein Bericht…